Saturday, May 17, 2014

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Vadim's daily almost-rite of passage   ··  
ежедневное недопосвящение Вадима  ··


I.    listen  ·  слушать




II.   touch/ taste  ·  касаться/ ощущать вкус  



III.  feel/ smell  ·  чувствовать/ обонять



IV.  scream  ·   вопить



V.  calming  ·  успокаиваться




* Vadim was born in 1997. Next year he will be transferred from the orphanage -his home ever since- to a ’neurological institute’ for adults in which he will most probably suffer a highly premature, quiet but aching death. One of the best human beings I have met, since I was born in 1987.
I have difficulty having this pile of knowledge. It haunts me & I cannot shake it off. So I share it on here, with you.

Friday, May 16, 2014

весна


motherhead looks down on her offspring

воскресенье, 11/05

Sunday, April 6, 2014

Илья Д. & the floating flakes


 Standing in the back of room 29, I am looking at Ilya resting.


ИЛьЯ  \  ILYA 


I get curious, so I walk around these several beds on my way 
-the spring sun creaks almost-
kneeing down I glare at Ilya again.

ИЛьЯ  \  ILYA,  180°
 

On that day (03-APR) everything was possible: 
One looked to the right, only to see a burning sun scathing through clean air. One then looked left,
to be struck by many snow flakes hesitantly gliding with their fingers crossed & a glamorous grey cloud wishing them a last farewell. I could literally walk that very threshold.
And we all stared at each other staring at just that.



Sunday, March 30, 2014

Дом-интернат IV \ orphanage IV - Лёша Д.

ЛЁША  \  LJOSHA

Not clear to him how long it's been amidst these balls. One at a time is smooth to handle: Light in weight, as well as not too big to be thrown away, as boredom would start to propel his mind after a time of 4 firm but squeaky seconds.
His mind via mine. But this is different. Too many to comprehend. Too unexpected. Glittering minds as many as balls, we used to not mind. An organized attack as they arrange themselves around him. Me is one of them. My now missing me might be his fear. He seeps down to a familiar location, nevertheless, like gasoline in black soil. Since hell is a region in us, triggered by the fall, shrill sounds easily accompany him either way. Crazy shrieks that stab through his current inability to see. The surface of those mangling, blown up dots chafe his eyes; one was his mother & mine, who is no more.
Suddenly, something grabs me; the one who threw me. Didn't he hear me? I screamed in this infernal pool of balls, not far from quicksand boasting out my throat. Or his throat? Doesn't matter, but why now? The pull almost dislocates my shoulder, which leaves me unfulfilled. Were the borders that chisel his senses made of stone; to rub against them, it at least would let them shine like particles ignited.
Instead, I'm left with a near silent, frictionless silicon current in his heart, being prevented from a conscious unburdening when emerging him from the pool. But all is false. It is relieving & no reason to not learn from this. Our skulls pop both at once as we embrace, and off the stream of goofy balls goes again. 

I can't help but imagine Ljosha's spirit to be many violent streams of wood sawings at once, letting calm and peace just rarely govern his states. Rather the anxiety caused by profound friction in his soul & body acts ruthlessly upon his condition. [The nurses tranquilize the living shit out of him, to silence his screaming]
I hold crying Ljosha in my arms, he holds on to me like a soon to be extinct koala & we walk back to room 29.

Вадим Б.

ВАДИМ  \  VADIM

Вика С.

ВИКА \ VIKA

Friday, March 28, 2014

Traum vom Teufel, 16.\17. März

[dt]
Für ein paar Stunden stehe ich auf dem Berliner Dielenboden meiner Mutter & liege jedoch mit meinem geschlossenen Körper eineinhalb tausend Kilometer weiter auf einem Bett vieler, früherer Anderer und empfinde, wie wichtiger Schlaf der Müdigkeit nichts Sanftes gebären kann. Erst die Art und Weise, wie der Frieden genommen wird, lässt mich die kahl abgeschorenen Schäfchen zart zählen. 
Kein alberner Albtraum in den Alpen. Diesmal lösen sich meine Wimpern dort, oh dort, an dem Ort, wo die Kehle meiner Mutter wippt und mein Schrecken sich über die Dielen aller Stockwerke gießt.
Ich hebe Möbel, verschiebe Kleidung und Bücher, kurze Pause für hitzige Klimmzüge, grob oder vorsichtig, vollkommen egal. Ich wüte in einem Anfall des voraus ahnenden Kampfes. Ich möchte ihn. Strebte nach der Auseinandersetzung seit langer Zeit und bin mir meiner Kräfte, meiner Fähigkeiten, meines Triumphs sicher. In dieser Hinsicht isst mich etwas bereits.
Die Angst pocht wie schwarzer Strom durch die verkohlten Äste unter meiner Haut, durch die im Traum als auch durch die, die weit weg in Russland liegt und albträumt.
Meine Mutter; sie ist stumm und freut sich bloß zurückhaltend, daß ich zu Besuch sein kann. Auch wenn ich wahnsinnig sein muss, muss ich auch -so gut wie möglich- der Besuch sein. Sie schätzt den Moment vom ganzen Herzen, da er unmöglich ist.
Ihre Hände sanft ineinander gelegt, verfolgt mich ihr Blick nicht ohne einen Schleier von Sorge. Ich suche weiter. Meine stolze Brust wird gleich vor Siegeslechzen platzen. Einige Schränke reiße ich auf mit der Zähne knirschenden Erwartung auf Ihn. Alles werde ich jetzt machen, gleichzeitig und auf ein Mal. Ich spüre seine Anwesenheit. Bis 10 zählen, den Spalt seiner Zunge zusammen nähen, seinen Berührungen ausweichen, ihn in die tiefsten Verliese zurück debattieren, mit meinen 10 zähen Zeigefingern auf ihn zeigen, ihm den Gar ausmachen, Nein sagen. Alle Siege in einem Augenblick feiern. Das Böse  betrachten, wie eine Pusteblume, der man sich nähern muss, so wächst mein Eifer weiter; meine Mutter und die Wollankstraße vom Bösen zu befreien.
Der Teufel in all seinen Formen und all seiner elaborierten Tücke scheint sich mir spielerisch zu erschließen. Ich verstehe schließlich alles und bin bereits der Sieger. Ich schaue in den Spiegel und nicke verständnisvoll.
Meine Sicherheit wie ein aus Pech ausgegossener Anzug. Der Brand zeigt sich aber noch nicht. Ich schwebe noch ein bisschen. Meine Augen tränen. Aber ich rede mir ein, es sei das Konfetti, das zu meinem sicheren Sieg ausgeschüttet wird; das dazu beitragen wird. Die trügerischen Schnipsel bedecken aber meine Augäpfel bald. Meine Lider sind nicht mehr schließbar dank dem doch giftigen Papierhagel; meine Lieder nicht mehr hier, da ich vor Kühnheit erblinde, als ich versuche nach dem Chor zu greifen.
Es ist aber meine dürre Seele, die da bereits zerschossen wird. Ich puste mich weiter auf.
Meine Mutter schwebt von Zimmer zu Flur, von Flur zu Küche und horcht meinem Tun neugierig weiter zu.

Mein Bett ist bezogen, mit Haut und Laken. Das schwört der, der ich ist, mich gern isst, wenn er träumt.

Es ist schließlich sein Geräusch. Ich sehe ihn nicht, sondern höre ihn. 
All die Bewegung, die Geschwindigkeit aller Dinge brennt plötzlich aus: Bücherstapel ziehen sich zusammen wie mörderische Magneten, Gardinen werden steif wie Kupfer, Grau wird Schwarz, das Licht tut nur so und knistert eher vor List, die frische nördliche Luft erhitzt zu Dampf. Nur eines bleibt wie zuvor: Meine Mutter stumm.
Meine baren Füße werden schrecklich schwer. Eine übergeordnete Trägheit wird in mir geboren, herangezüchtet, erzogen und losgelassen; schiere, mühsame Jahre in lediglich einem Augenblick, der stattfindet als er die Zeit ebenda drosselt. Mein Beckenknochen & Kiefer bersten als erstes, gleichzeitig, in einem feierlichen Knall des Feindes. Meine Brust liegt auch schon auf dem Flurboden -abgesprengt, da Notfall-  und meine Katze knabbert fleißig an ihr. Es macht das Rühren der Glieder noch schreckenerregender. Mein einer Augapfel ist plötzlich zerbissen. 
Mit gespaltenem Gesicht humpele ich zur Freisprechanlage um frei zu sprechen. Jeder Schritt lässt Knochen bröseln, ich werde kleiner.  
Sein Geräusch wurde aus Wiederholung geschnitzt, wie ein immer währender Wassertropfen, der auf meinen Kopf fällt. Ich hebe den einen Arm und drehe sanft mit unglaublichen, fremden Widerstand die Hand im Gelenk und strecke einen der vielen Zeigefinger langsam aus. Während ich die Fingerkuppe gegen den Knopf presse, dieser nachlässt und die Verbindung sich offiziell verzeichnet, glüht ein neues Gefühl über. Mein Trommelfell zerreißt. Es verkrampfen meine Sehnen und Adern, überspannt meine Haut, von der Fingerkuppe langsam aber stetig schwärmt das diabolische Summen aus, unumkehrbar. Alles surrt. Die Frequenz des Bösen. Das Leben wird ausgemacht.
Das ausgegossene Pech zeigt sich mir ganz und erstarrt an den Resten von mir.  Es gab keinen Kampf  -ich starb.